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Regionale Pflanzennamen:
Frauenhilf, Frauentrost, Regendachl, Sonnentau, Taumantel
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Pflanzenart:
Rosengewächs (Rosaceae)
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Standort:
In Fettwiesen, an Bachufern und Gräben
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Pflanzenhöhe:
Ca 30 cm
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Blütenfarbe:
gelb
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Aussehen/Merkmale:
Typisch ist das Blatt, das wie ein kleines Regendach aussieht und oft die typischen Tropfen trägt
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Blütezeit:
Mai bis September
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Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe, Salicylsäure , ätherisches Öl, Bitterstoffe, Flavonoide
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Heilwirkungen:
Frauenkraut, wirkt hormonausgleichend in jedem Alter
Krebsvorbeugend
Antibakteriell: Bäder mit Frauenmantel helfen gegen Verletzungen in Vagina/Vulvabereich
Wirkt nachgewiesen gegen Krankenhauskeime, die gegen Antibiotika resistent sind; bei Wunden nach Krankenhausaufenthalt > Kompresse mit starkem Tee auflegen
Blutstillende Wirkung bei inneren und äußeren Verletzungen
Adstringierende (Zusammenziehende) Wirkung durch die Gerbstoffe
Salicylsäure wirkt desinfizierend und schmerzlindernd
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Bevorraten:
Blüte und Blätter verwenden
Blätter ohne Stil ernten und an schattigem Ort trocknen, in Papiertüten oder Gläsern bevorraten
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Verwendung zu:
Tee aus frischen oder getrockneten Blättern/Blüten: bei Menstruations- und Wechseljahrsbeschwerden, auch bei Fieber, Durchfällen, Eiterungen; stärkt Bänder und Gewebe; Geburtsvorbreitend in den letzten Wochen der Schwangerschaft und nach der Geburt, damit evtl. Risse und Wunden gut abheilen können
Absud oder frischer Pflanzensaft: bei Verletzungen (besonders mit rostigen Gegenständen), bei Stich-, Stoß- oder Schnittwunden Pflanze direkt auf Wunde legen/zerquetschen
Spülung/Sitzbad: bei Weißfluss, Unterleibsentzündungen oder gestörter Scheidenflora; am besten mit 1 Teil Brennnesseln, 3 Teile Frauenmantel, 2 Teile Salbei
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Rund um die Pflanze – Geschichte, Tipp, Rezepte:
Mindestens 2 x Jahr (Herbst > 3 Tassen Tee am Tag, Frühsommer > Tinktur) Kur mit Frauenmantel, um die weiblichen Organe gesund zu halten
Tautropfen in der Mitte der Blätter ist kein Wasser, sondern kommt aus Pflanze selbst, wird aus den Zacken am Außenrand ausgeschieden und sammelt sich auf dem Blatt (Guttationstropfen); ist leicht ölig, hat große Oberflächenspannung; kann man sammeln oder sich damit kleine Hautfläche einreiben
Der Frauenmantel war den Germanen heilig und der Göttin Freya geweiht, in christlichen Zeiten dann der Jungfrau Maria zugeordnet, da der Mantel als Symbol der Schutzsuchenden gilt
Da die Form auch der Gebärmutter ähnelt, gilt sie auch deshalb als Frauenkraut.
Um Wunden zu heilen, muss man sie bei abnehmendem Mond pflücken
Laut Paracelsus gibt es keine Wunde, die Frauenmantel nicht heilen könnte
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Andere Arten/leicht zu verwechseln mit:
Silbermäntelchen > wächst in den Bergen, ähnliche Wirkung, noch besser für ältere Frauen geeignet
Häufige Gartenversion: Alchemilla mollis; Blatt ist auf der Rückseite pelzig, Blätter sind größer; hat nicht die gleichen Inhaltsstoffe als Frauenkraut, wirkt aber auch antibakteriell