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Regionale Pflanzennamen:
Apothekerkraut, Augenwurz, Dotterblume, Kuhblume, Pusteblume
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Pflanzenart:
Korbblütler (Asteraceae)
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Standort:
Jeder Boden, Sonne bis Halbschatten, gedeiht prächtig auf den fetten, nährstoffreichen überdüngten Wiesen des Allgäus
Sammeln ist aber besser auf schadstoffarmen, nicht gedüngten Wiesen, um keine Schadstoffe über die Pflanze aufzunehmen
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Pflanzenhöhe:
30 cm
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Blütenfarbe:
gelb
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Aussehen/Merkmale:
Erst rein gelbe Blüte, verwandelt sich dann in gefiederten Samen („Pusteblume“), deren Samen sich mit dem Wind zerstreut
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Blütezeit:
April bis Mai
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Inhaltsstoffe:
Taraxin, Saponine, Kieselsäure, Magnesium, Kalzium, Eisen (und viele mehr)
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Heilwirkungen:
Regt die Nieren und insgesamt den gesamten Stoffwechsel an
Bei Entzündungen der Galle und Gallenwege
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Bevorraten:
Frisch: Blätter, Stängel, Blüten verwendbar
Blätter im Habschatten trocknen und lose in Beuteln aufbewahren
Wurzeln reinigen und an Faden auffädeln, an luftigen, schattigen Platz aufhängen und trocknen; oder im Ofen bei 50 Grad trocknen; dann in Glasgefäßen aufbewahren
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Verwendung zu:
Frische Blüten, Stängel, Blätter: in Salat, zu Gemüse, wie Spinat verwenden; die Stängel kann man klein schneiden wie Schnittlauch und in die Salatsoße geben
Tee: Wenn er Wirkung auf die Galle haben soll, halbe Stunde vor dem Essen trinken; ansonsten gut für Anregung der Niere und für Stoffwechsel; mit frischen oder getrockneten Blättern
Essenz oder Tinktur: frische Wurzeln (für Essenz) oder getrocknete Pflanze (für Tinktur) zerkleinern, Dreiviertel in Glas und mit 40% Alkohol übergießen, 2-4 Wochen stehen lassen, einmal täglich schütteln, abseiern und in dunklem Glas aufbewahren.
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Rund um die Pflanze – Geschichte, Tipp, Rezepte:
Im Allgäu sind die Wiesen im Frühjahr flächendeckend gelb – was zwar schön aussieht, aber leider ein Zeichen des zu hohen Stickstoffgehalts aufgrund von Überdüngung mit Kuhdung auf den landwirtschaftlich genutzten Wiesen ist; möglichst Pflanzen aus nicht gedüngten Wiesen verwenden
Im Frühjahr die ersten drei Blüten essen oder 4 Wochen lang jeden Tag eine Blüte (oder 2 Tassen Tee pro Tag, 2 EL frisch gepresster Saft) , stärkt die Abwehrkräfte nach dem Winter und bringt aufgrund der vielen Mineralstoffe den ganzen Organismus in Schwung, macht das Bindegewebe straffer, regt das Haarwachstum an; außerdem reinigt Löwenzahl die Nieren; viel trinken dazu, dass die Nieren auch arbeiten können; Wirkung erhöht sich noch, wenn der Tee mit Brennnesselblättern vermischt wird
Die noch nicht geöffneten Blütenknospen kann man in Essig einlegen, damit haltbar machen und im Winter als Gemüse essen
Die Wurzeln kann man roh raspeln oder gekocht zu Gemüse geben; junge Wurzeln schmecken milder als ältere, die im Herbst gesammelt wurden
Löwenzahl ist eine Einschleuserpflanze für Kalzium
Die Wurzeln kann man trocknen, rösten und mahlen und als Kaffee-Ersatz verwenden.
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Andere Arten/leicht zu verwechseln mit: